„Systemsprenger“: Spielfilm und Begleitdokus im ZDF

Mainz (ots) – Sie ist laut, wild und unberechenbar: Die neunjährige Benni (Helena Zengel) treibt ihre Mitmenschen zur Verzweiflung. Dabei will sie nur eines: wieder zurück nach Hause. Das ZDF zeigt das Sozialdrama „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt am Montag, 17. Mai 2021, 20.15 Uhr, als Fernsehfilm der Woche und bereits ab Montag, 10. Mai 2021,10.00 Uhr, in der ZDFmediathek. Neben Helena Zengel in der Hauptrolle spielen Albrecht Schuch, Gabriela Maria Schmeide und andere. Jungschauspielerin Helena Zengel ist am Montag, 17. Mai 2021, 0.50 Uhr, außerdem noch einmal in ihrer ersten Hauptrolle in dem Drama „Die Tochter“ zu sehen. In der ZDFmediathek steht der Film von Mascha Schilinski ab Montag, 10. Mai 2021, 10.00 Uhr, zur Verfügung.

Pflegefamilien, Wohngruppen, Sonderschule: Alles hat Benni schon hinter sich, und überall fliegt sie wieder raus. Die äußerlich zarte Neunjährige ist jetzt schon das, was man beim Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Doch das ist Benni egal, denn sie hat nur ein Ziel: wieder bei Mama wohnen! Aber Bennis Mutter Bianca (Lisa Hagmeister) ist völlig überfordert mit ihrer Tochter. Die warmherzige Frau Bafané (Gabriela Maria Schmeide) vom Jugendamt wagt ein letztes Experiment und engagiert Micha (Albrecht Schuch), einen Anti-Gewalt-Trainer für straffällige Jugendliche, zunächst als Bennis Schulbegleiter. Nach anfänglichem Widerstand lässt Benni sich auf Micha ein, und statt einer erneuten Einweisung in die Kinderpsychiatrie ermöglicht er ihr drei Wochen Erlebnispädagogik im Wald, ohne Strom und fließendes Wasser. Die Zeit stellt nicht nur Benni, sondern auch Micha auf eine harte Probe. Zurück in der „Zivilisation“ klammert Benni sich an Micha und möchte bei ihm bleiben. Aber Micha hat eine eigene Familie und erkennt, dass er seine professionelle Distanz verliert. Als Bennis Mutter Bianca zunächst zustimmt, ihre Tochter wieder zu sich zu nehmen, dann aber einen Rückzieher macht, rastet Benni völlig aus.

Experten schätzen, dass es in Deutschland Tausende Kinder und Jugendliche gibt, die als Systemsprenger gelten. Zwei ZDF-Dokumentationen zeigen das Schicksal dieser jungen Menschen auf: Die Back-to-back-Dokumentation „Schrei nach Liebe – Wie Kinder zu Systemsprengern werden“ von Autorin Liz Wieskerstrauch beschäftigt sich am Montag, 17. Mai 2021, 22.10 Uhr (ab Montag, 10. Mai 2021, 10.00 Uhr, in der ZDFmediathek), mit der Situation von Systemsprenger-Kindern, die durch das bundesweite Raster an Hilfesystemen fallen. Die Autorin zeigt: Weil für verhaltensauffällige Kinder keine adäquaten Plätze gefunden werden, können sich Kinder zu Systemsprengern entwickeln. Ein frühzeitiges Kontrollsystem und bundesweit kooperierende Jugendämter könnten helfen, solche Entwicklungen zu verhindern.

In der „37°“-Dokumentation „Die Wütenden – Wenn Kinder das System sprengen“(Dienstag, 18. Mai 2021, 22.15 Uhr, im ZDF und ab Dienstag, 18. Mai 2021, 14.00 Uhr, in der ZDFmediathek) geben die Autorinnen Anabel Münstermann und Valerie Henschel einen Einblick in die verlorenen Seelen von zwei Systemsprenger-Kindern, die sich nirgends angenommen fühlen und die beide bereits eine Odyssee durch die Instanzen der Jugendhilfe hinter sich haben. Wo finden sie einen Platz, wer gibt ihnen Halt?

Im Anschluss an die Ausstrahlung von „Systemsprenger“ besteht am Montag, 17. Mai 2021 um 22.00 Uhr außerdem die Möglichkeit, der Regisseurin Nora Fingscheidt im Instagram-Livetalk Fragen zu ihrem Film zu stellen.

Ansprechpartnerin: Cordelia Gramm, Telefon: 06131 – 70-12145;
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Fotos sind erhältlich über ZDF Presse und Information, Telefon: 06131 – 70-16100, und über https://presseportal.zdf.de/presse/systemsprenger, https://presseportal.zdf.de/presse/schreinachliebe und https://presseportal.zdf.de/presse/37Grad

„Systemsprenger“ und „Schrei nach Liebe – Wie Kinder zu Systemsprengern werden“ stehen für akkreditierte Journalistinnen und Journalisten zur Ansicht im Vorführraum des ZDF-Presseportals zur Verfügung.

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